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Therapiekritik

DAUER DER DUALEN PLÄTTCHENHEMMUNG NACH PCI BEI HOHEM BLUTUNGSRISIKO

Bei unserer letzten Bewertung im Jahr 2014 sind wir zur Einschätzung gekommen, dass nach elektiver perkutaner Koronarintervention (PCI) mit Implantation eines neueren beschichteten Stents („drug eluting stent“) im Allgemeinen eine duale Plättchenhemmung (DAPT) über sechs Monate ausreicht (a-t 2014; 45: 118-9). Parallel mit der technologischen Weiterentwicklung der beschichteten Stents (Metallgerüste, verwendete Wirkstoffe und Polymere zur kontrollierten Wirkstoffabgabe) und der prozeduralen Techniken (Gefäßzugänge, Katheterfunktionen) wird fortlaufend untersucht, ob zur Minderung der Blutungsrisiken die Dauer der dualen Plättchenhemmung verkürzt werden kann, ohne gleichzeitig das Risiko für Stentthrombosen und Infarkte zu erhöhen.1 Abhängig von der klinischen Situation (elektiv, akutes Koronarsyndrom), den eingesetzten Stents und Plättchenhemmern sowie dem individuellen Ischämie- und Blutungsrisiko wird in Leitlinien mit abgestuften Stärken zu einer Dauer zwischen einem Monat und 24 Monaten und mehr geraten.2-5 Als Standard empfiehlt die europäische Leitlinie aber auch heute noch eine sechsmonatige duale Plättchenhemmung bei elektiver PCI sowie eine zwölfmonatige bei akutem Koronarsyndrom.2  mehr 

© 2021 arznei-telegramm, publiziert am 19. November 2021

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