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ERHÖHTES KREBSRISIKO UNTER JAK-HEMMER TOFACITINIB (XELJANZ)

Der Januskinase (JAK)-Hemmer Tofacitinib (XELJANZ; a-t 2017; 48: 58-60) erhöht das Krebsrisiko bei Patienten mit rheumatoider Arthritis. Zu diesem Ergebnis kommt laut Presseerklärung des Anbieters Pfizer die ORAL-Surveillance-Studie, eine von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA geforderte randomisierte Sicherheitsstudie, die seit 2014 durchgeführt wird.1-3 Mehr als 4.000 Patienten ab 50 Jahre mit rheumatoider Arthritis und mindestens einem weiteren kardiovaskulären Risikofaktor haben an der inzwischen abgeschlossenen Studie teilgenommen. Koprimäre Endpunkte sind Krebserkrankungen (ausgenommen nichtmelanozytärer Hautkrebs) und schwere kardiovaskuläre Ereignisse, getestet wird auf Nichtunterlegenheit (Grenze: oberes Konfidenzintervall bei 1,8) gegenüber den TNF-alpha-Hemmern Adalimumab (HUMIRA u.a.) oder Etanercept (ENBREL u.a.).1,3 Unter zweimal täglich 5 mg bzw. 10 mg Tofacitinib erkranken 62 (4,3%) bzw. 60 (4,1%) der Patienten an Krebs im Vergleich zu 42 (2,9%) unter den TNF-alpha-Hemmern (Hazard Ratio [HR] bei gemeinsamer Auswertung der beiden Dosierungen 1,48; 95% Konfidenzintervall [CI] 1,04-2,09). Unter Tofacitinib wird am häufigsten über Lungenkrebs berichtet.1

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© 2021 arznei-telegramm, publiziert am 19. Februar 2021

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