aktualisiert: Mai 2015
 
 
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Das arznei-telegramm® heute

Seit 48 Jahren erscheint das arznei-telegramm® – unabhängig und ohne Anzeigen. Das unterscheidet es von fast allen anderen deutschen Fachzeitschriften für Ärzte und Apotheker. Das arznei-telegramm® finanziert sich ausschließlich über Abonnements und ist seit den 1980er Jahren – gemessen an der Zahl der bezahlten Abos – die größte deutschsprachige Medizin-Zeitschrift. Zwar gibt es Fachblätter mit größerer Auflage. Diese werden jedoch künstlich geschaffen, indem ein beträchtlicher Teil der Ausgaben für den Empfänger kostenlos per Streuversand verschickt wird. Dadurch erzielen solche Zeitschriften beliebig große Verbreitung, die sich in eigens dafür ausgelegten Umfragen bestätigen lässt und als Begründung für hohe Anzeigenpreise dient. Die Folge: Die Einnahmen aus der Werbung tragen das Geschäft und sorgen für ein Ungleichgewicht: Werbende Pharmahersteller können als wesentliche Finanzierungsträger Einfluss auf den redaktionellen Inhalt nehmen und tun dies auch. Koppelgeschäfte (Anzeige plus redaktionelle Berücksichtigung) kommen vor. Dies alles ist beim arznei-telegramm® ausgeschlossen. Einflussnahme ist natürlich nicht nur seitens der pharmazeutischen Industrie ausgeschlossen, das arznei-telegramm® ist auch unabhängig von Behörden, Berufsverbänden und Fachgesellschaften, Parteien oder anderen potenziellen Geldgebern oder Einflussnehmern.

Seit Anbeginn wichtigstes Anliegen des arznei-telegramm® ist die Bewertung von Nutzen, Schaden und Kosten von Arzneimitteln und Therapieverfahren. Neue Erkenntnisse, Missstände und Warnungen erreichen die AbonnentInnen rasch und ohne Schönfärberei, zwischen den monatlichen Heften auch per E-Mail als blitz-a-t. Die Printversion wird zudem ergänzt durch Texte, die ausschließlich elektronisch auf der Internetseite www.arznei-telegramm.de veröffentlicht werden (e a-t).

Datenflut und Zeitmangel – und nicht zuletzt die gezielte Desinformation durch das Marketing der Pharmahersteller – erschweren den Überblick über das Arzneimittelangebot. So scheint praktisch jedes neu eingeführte Arzneimittel Fortschritte zu bringen – wenn man den Anbietern Glauben schenkt. Die Bewertungen von beworbenen Mitteln und Neueinführungen im arznei-telegramm® stehen aber oft im Gegensatz zu manch euphorischer Darstellung von Werbeabteilungen und bezahlten Meinungsbildnern. Dies hat seinen Grund: Das arznei-telegramm® misst die Produkte konsequent an den bereits vorhandenen bewährten Arzneimitteln oder an sonstigen Behandlungsverfahren, deren Nutzen und Risiken gut überschaubar sind. Werbewirksam dargestellte angebliche Vorteile zerplatzen dabei oft wie Seifenblasen. Dies mag desillusionierend sein und für die Leser "schwer verdauliche Kost", ist aber angesichts der Hoffnungen, die Ärzte, Apotheker und Patienten gerade auf Neuerungen setzen, für rationale Therapieentscheidungen notwendig und relevant.

In der Redaktion arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Medizin, Pharmazie und Biologie. Verstärkt wird die Berliner Redaktion durch externe Redaktionskollegen: niedergelassene Ärzte bzw. Kliniker oder Apotheker aus Deutschland und Österreich. Unser über Jahrzehnte gewachsenes Archiv und weltweite Kontakte tragen zur Informationstiefe bei.

Das arznei-telegramm® im Internet

Im Grunde sind es die Abonnenten des arznei-telegramm®, die diese Internetseiten – ebenfalls garantiert ohne Werbebanner und ohne versteckte Firmenwerbung – finanzieren. Daher haben nur sie, die "Finanziers", im Internet Zugang zu sämtlichen Daten und Texten, die elektronisch zur Verfügung stehen (ab Jahrgang 1990 einschließlich). Nichtabonnenten können die Ausgaben der beiden letzten aktuellen a-t-Jahrgänge nicht einsehen. Auch zum blitz-a-t und zum e a-t haben sie keinen Zugang. Angesichts der Finanzierung des arznei-telegramm® ausschließlich über die Abonnements, was eine der wesentlichen Grundlagen für die Unabhängigkeit des arznei-telegramm® ist, hoffen wir, dass Nichtabonnenten diese Einschränkungen verstehen – und zu Abonnenten werden. Unabhängige Information und genereller Nulltarif schließen sich einander aus!

Das NETZWERK DER GEGENSEITIGEN INFORMATION

Seit 28 Jahren erfasst und dokumentiert das arznei-telegramm® unerwünschte Wirkungen von Medikamenten, die die Leser des a-t berichten. Dies ist auch heute noch weltweit einzigartig für eine medizinische Fachzeitschrift. Unser besonderer Dank gilt den Abonnenten, die ihre Erfahrungen mit Arzneimitteln in das NETZWERK DER GEGENSEITIGEN INFORMATION einspeisen. Derzeit überblicken wir rund 16.000 Verdachtsmeldungen. Jeder Berichterstatter erhält automatisch einen Ausdruck der gespeicherten Daten, einen Sammelausdruck bzw. eine Statistik bereits erfasster ähnlicher Ereignisse sowie gegebenenfalls Antwort auf gestellte Fragen. In jeder arznei-telegramm®-Ausgabe berichten wir über neue Erkenntnisse oder Auffälligkeiten aus dem NETZWERK, und auf unserer Homepage können unsere a-t-Abonnenten in den NETZWERK-Berichten recherchieren.

Nach einer repräsentativen Stichprobe angeschriebener Ärzte melden fast gleich viele Ärzte Nebenwirkungen an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM : 12,2%), an die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft (12,6%) und an das arznei-telegramm® (10,5%; GÖTTLER, M. et al.: Dt. Ärztebl. 1999; 96: A-1704-6). Dies ist für eine Erfassungseinrichtung, die ohne Fremdfinanzierung auskommt, eine ansehnliche Leistung. Viele Leser teilen uns zudem über die Jahre wiederholt ihre Beobachtungen mit – für uns ein Zeichen, dass sie unser Engagement schätzen. Neuartige, bedrohliche oder sonstige relevante Ereignisse berichten wir regelmäßig pseudonymisiert an die zuständigen Behörden wie das BfArM weiter.

Die atd Arzneimitteldatenbank im Internet

Diese Datenbank liefert unabhängige Bewertungen von rund 18.000 Arzneimitteln und umfangreiche systematische Angaben zu Anwendungsgebieten mit Dosierungen, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen sowie Daten zur Pharmakokinetik. Die Datenbank wird monatlich aktualisiert. Die Pflege dieser riesigen Datenmenge lässt sich nicht über die Erlöse aus den arznei-telegramm®-Abonnements finanzieren. Die Lizenzgebühr für a-t-Abonnenten ist jedoch angesichts der Datenfülle, die ohne Einflussnahme durch Hersteller oder andere erfasst wird, gering.